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Architektur in Bornum am Elm in der Nachkriegszeit
Im Laufe des 20. Jh. ist die regional- und ortstypische ländliche Bauweise bei der Errichtung von Wohn- und
Wirtschaftsgebäuden, wie wir sie auf den vorangegangenen Seiten vorgestellt bekamen, gänzlich abhanden gekommen.
Eine solche klima- , landschafts- und menschenbezogene Architektur verfügte über hinreichenden Spielraum zur Berücksichtigung besonderer örtlicher und persönlicher Gegebenheiten und konnte somit ein Ortsbild mit einer bunten Vielfalt in der Einheit schaffen. Dagegen dominiert heute bei neuen Ortsbebauungen in unserem Dorf unter dem Druck der Marktmechanismen eine konzern- und wettbewerbsbezogene Architektur, die nur zu oft lediglich eine Uniformität und Disharmonie in der Vielfalt leider nicht abgestimmter „Markenhäuser“ erzeugt.
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Erstmals in der schon mehrere Jahrtausende
währenden Baugeschichte des Menschen hat sich eine Architektur durchgesetzt die jeden über die reinen Funktionserfordernisse hinausgehenden menschlichen Gestaltungswillen weitgehend unterdrückt oder in eine scheinbar individuelle Uniformität zu drängen versucht.
Diese Architektur mit ihren oft kalten und unfreundlichen Zweckbauten ist für unsere Gegenwart auf den Dörfern und ebenso in den Städten zur baugeschichtlichen
Realität geworden und von uns als solche vorerst einmal zur Kenntnis zu nehmen. Ob wir uns in der näheren und ferneren Zukunft damit zu begnügen haben, ist eine
entscheidende weiterführende Frage, die im Rahmen dieses Abschnittes nicht mehr behandelt werden kann und soll.
Quelle: Festschrift 1135 – 1985 Bornum am Elm
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